Es kann keine Schlachtung ohne großes Leid geben...
http://www.tagesthemen.de/inland/tierqualen100.html
Im Schnitt isst jeder Deutsche um die 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Dass dafür Tiere geschlachtet werden müssen, ist klar. Dies soll eigentlich möglichst schmerzfrei geschehen. Fachleute erheben aber den Vorwurf, dass viele Tiere schlimmste Qualen erleiden.
Von Patrick Hünerfeld, SWR
Der Tierarzt Klaus Tröger kennt fast jeden Schlachthof in Deutschland und viele andere in Europa und anderswo in der Welt. Er leitet das bundeseigene Max-Rubner-Institut für Sicherheit und Qualität bei Fleisch [http://www.mri.bund.de/de/institute/sicherheit-und-qualitaet-bei-fleisch.html]. Sein großes Thema ist der Tierschutz beim Schlachten.
"Wenn man jetzt den Tierschutz gewichten wollte bei der ganzen Fleischproduktionskette, angefangen von der Landwirtschaft über den Transport bis zur Schlachtung, dann ist mein Eindruck, dass bei der Schlachtung die größten Defizite existieren."
Fleischversorgungszentrum Mannheim, ein Vorzeigeschlachthof: Die Tiere werden mit CO2 betäubt. Keine Augenreflexe, keinerlei Schmerzempfinden. Trotz Fließband hat der Stecher genug Zeit, die Tiere zu entbluten und sterben zu lassen. Aber hier werden auch nur 180 Schweine pro Stunde geschlachtet. In einem hochindustrialisierten Schlachtbetrieb ist das anders.
"Wir haben heute Schlachtzahlen von über 1500 Schweinen pro Stunde auf einer Linie. Sie können sich vorstellen, wie viel Zeit der Stecher z.B. hat, um ein Schwein tiergerecht abzustechen, das sind wenig mehr als 2 Sekunden. Wenn der große Gefäße verfehlt, was bei dem Schlachttempo durchaus mal der Fall sein kann, oder gar mal ein Tier übersieht und das Tier gar nicht sticht, dann sind die Tiere ganz schnell nach der Schlachtbank wieder wach. Und es gibt definitiv heute kein Kontrollsystem diese Tiere dann vor dem Verbrühen in dem anschließenden Brühsystem zu retten. Und ich denke mal, das ist absolut nicht akzeptabel."
Bis zu 1% der Schlachtschweine sterben erst beim Überbrühen, schätzt Klaus Tröger nach seinen Untersuchungen. Rein rechnerisch werden bei uns demnach jährlich über 500.000 Tiere unnötig gequält.
Bei Rindern ist die Sache nicht besser. Die werden seit Jahrzehnten mit Bolzenschuss betäubt. Genau das gelingt aber häufig nicht, ist ein Rinderhirn doch nur apfelsinengroß. Solche Fehlschüsse gibt es bei bis zu 7% der Tiere, so Tröger. Rein rechnerisch sind das über 200.000 Tiere im Jahr.
"Trotz allem werden solche Tiere dann weiterbefördert. Es werden Gliedmaßen abgesetzt. Das Tier wird als Kreatur in diesen Betrieben nicht mehr wahrgenommen. Ich denke, dass dort, die Dinge die man dort täglich sieht, dass eine gewisse Abstumpfung eingetreten ist – und dass seitens der Öffentlichkeit hier auch kein Druck ausgeübt wird, weil die breite Öffentlichkeit, der Verbraucher, diese Zustände nicht kennt." […]
Technisch möglich wäre eine Fixierung des Kopfes, die Fehlschüsse nahezu ausschließt.
Technisch möglich wäre eine automatische Kontrolle, ob die Tiere tot sind – vor dem Verbrühen.
Aber vorgeschrieben sind solche Maßnahmen nicht. Ob die Schlachthöfe freiwillig etwas ändern? Wohl kaum, solange wir Fleischesser nur darauf schauen, dass unser Schnitzel gnadenlos billig ist.
Montag, 29. März 2010
Samstag, 20. Februar 2010
Die Bewegung für die Abschaffung von Fleisch Online
Die Bewegung für die Abschaffung von Fleisch Online, Übersicht:
Englisch, weltweit:
http://www.nomoremeat.org/
Deutschland:
Yahoo Gruppe:
http://de.groups.yahoo.com/group/abschaffungvonfleisch/
Blog:
http://www.abschaffungvonfleisch.blogspot.com/
Youtube Channel:
http://www.youtube.com/user/Fleischabschaffung
Flickr Profil:
http://www.flickr.com/
"Abschaffung von Fleisch"
Kontakt:
abschaffungvonfleisch@yahoo.de
Informiert Euch und werdet aktiv!
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http://www.nomoremeat.org/
Deutschland:
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"Abschaffung von Fleisch"
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abschaffungvonfleisch@yahoo.de
Informiert Euch und werdet aktiv!
Sonntag, 7. Februar 2010
Aktionsbericht Südwesten: 2. weltweiter Aktionstag der Bewegung für die Abschaffung von Fleisch
Die TiRS (Tierrechtsinitiative Region Stuttgart) hat die Bewegung für die Abschaffung von Fleisch im Rahmen des Aktionstages möglichst kräftig unterstützen wollen und hat dafür eine Reihe von Aktionen organisiert. Am 27. Januar fand eine Mahnwache in der Stuttgarter Innenstadt statt: trauernde Menschen um die Opfer der Fleischindustrie. Anschließend wurde es über den Ansatz der Bewegung für die Abschaffung von Fleisch im Jugendhaus Mitte vorgetragen und diskutiert
Am 30. Januar (weltweiter Aktionstag) war eine Demonstrationstour im Südwesten, von Karlsruhe bis nach Stuttgart, über Pforzheim. In Karlsruhe wurde ein Sarg, als Symbol der tierischen Opfer vom Schlachthof in der Dürlacher Allee bis in die Stadtmitte, über mehrere Metzgereien und Restaurants wie Maredo oder Burger King getragen. Somit konnte symbolisch das ignorierte Leid und die Tötungen von Tieren in ihrem gesamten Prozess, weihevoll dargebracht werden. Das Thema geht alle Karlsruher Bürger an und soll von der Öffentlichkeit nicht mehr verleugnet werden.
In der Goldstadt Pforzheim zog der Demozug nach dem gleichen Prinzip vom Schlachtbetrieb am Rand der Stadt bis zur Schloßkirche durch die Innenstadt. Es wurde anschließend auch getrauert –nicht nur still-, und der Demozug hat trotz der kleinen Anzahl von Teilnehmer in der Stadt Aufmerksamkeit erregt.
Die letzte Kundgebung fing um 16.00 Uhr in der Stuttgarter Fußgängerzone an, wo Passanten unsere lautstarken Forderungen stundenlang hören durften: wir fordern die Abschaffung der Aufzucht der Tiere für unseren Fleischkonsum, sowie die Abschaffung der Jagd und Fischerei, da Tiere nicht dem Menschen als Nahrungsmittel dienen sollen.
Momentan werden sich viele Leute durch die Bewegung in ihrer persönlichen Entscheidungsfreiheit verletzt sehen. Da diese „Freiheit“ jedoch Schmerzen und Leid verursacht und somit die Freiheit anderer (der Tiere) einschränkt, kann sie nicht als Freiheit angesehen werden.
Wir fordern, dass die Abschaffung von einer breiten Masse aktiv unterstützt wird, nachdem die Konsequenzen des Fleischkonsums in einer (momentan noch fehlenden) öffentlichen Debatte ausdiskutiert worden sind. Als ethisch motivierte Bewegung forden wir ebenfalls, dass die Politik sich für eine berufliche Umorientierung der in der Fleischindustrie tätigen ArbeiterInnen stark macht und ihnen diese erleichtert.
In Tübingen fand ein Mahwache statt und in und bei München symbolische Aktionen vor Schlachthäusern und Metzgereien.
Vielen Dank an alle, die die Aktionen unterstützt haben. Mehr Infos, Bilder und Videos auf www.tirs-online.de, www.karlsruhe-vegan.org, www.nomoremeat.org
Kontakt an abschaffungvonfleisch@yahoo.de
Am 30. Januar (weltweiter Aktionstag) war eine Demonstrationstour im Südwesten, von Karlsruhe bis nach Stuttgart, über Pforzheim. In Karlsruhe wurde ein Sarg, als Symbol der tierischen Opfer vom Schlachthof in der Dürlacher Allee bis in die Stadtmitte, über mehrere Metzgereien und Restaurants wie Maredo oder Burger King getragen. Somit konnte symbolisch das ignorierte Leid und die Tötungen von Tieren in ihrem gesamten Prozess, weihevoll dargebracht werden. Das Thema geht alle Karlsruher Bürger an und soll von der Öffentlichkeit nicht mehr verleugnet werden.
In der Goldstadt Pforzheim zog der Demozug nach dem gleichen Prinzip vom Schlachtbetrieb am Rand der Stadt bis zur Schloßkirche durch die Innenstadt. Es wurde anschließend auch getrauert –nicht nur still-, und der Demozug hat trotz der kleinen Anzahl von Teilnehmer in der Stadt Aufmerksamkeit erregt.
Die letzte Kundgebung fing um 16.00 Uhr in der Stuttgarter Fußgängerzone an, wo Passanten unsere lautstarken Forderungen stundenlang hören durften: wir fordern die Abschaffung der Aufzucht der Tiere für unseren Fleischkonsum, sowie die Abschaffung der Jagd und Fischerei, da Tiere nicht dem Menschen als Nahrungsmittel dienen sollen.
Momentan werden sich viele Leute durch die Bewegung in ihrer persönlichen Entscheidungsfreiheit verletzt sehen. Da diese „Freiheit“ jedoch Schmerzen und Leid verursacht und somit die Freiheit anderer (der Tiere) einschränkt, kann sie nicht als Freiheit angesehen werden.
Wir fordern, dass die Abschaffung von einer breiten Masse aktiv unterstützt wird, nachdem die Konsequenzen des Fleischkonsums in einer (momentan noch fehlenden) öffentlichen Debatte ausdiskutiert worden sind. Als ethisch motivierte Bewegung forden wir ebenfalls, dass die Politik sich für eine berufliche Umorientierung der in der Fleischindustrie tätigen ArbeiterInnen stark macht und ihnen diese erleichtert.
In Tübingen fand ein Mahwache statt und in und bei München symbolische Aktionen vor Schlachthäusern und Metzgereien.
Vielen Dank an alle, die die Aktionen unterstützt haben. Mehr Infos, Bilder und Videos auf www.tirs-online.de, www.karlsruhe-vegan.org, www.nomoremeat.org
Kontakt an abschaffungvonfleisch@yahoo.de
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